Hafengenossenschaft Männedorf (Weiern)

Die Hafengenossenschaft Männedorf wurde im Jahr 1976 gegründet, der Bau der Anlage begann Ende September 1981. Die (heute) 154 Liegeplätze konnten Anfang Mai 1982 bezogen werden. Der Hafen Weieren liegt am westlichen Dorfeingang von Männedorf an der Seestrasse gleich unterhalb der Kläranlage Weieren. Zusammen mit dem Park der Villa Alma sowie der Landzunge im Westen, der Mole und den Stegen bildet er eine der schönsten Grünanlagen der Gemeinde Männedorf. Da das Gebiet Weieren heisst, sprechen wir auch vom Hafen Weieren (es gibt auch die Variante Weiern). Die Hafengenossenschaft wird von der Verwaltung im Auftrag der Genossenschaft geführt, während der Sekretär und der Hafenmeister die täglichen Geschäfte besorgen.

Geschichte

Am 13. November 1976 gründeten sieben Männedörfler Motorbootfahrer die Hafengenossenschaft mit dem Ziel, mit privaten Mitteln zusätzliche Bootsliegeplätze zu schaffen. Ein erster vorgesehener Standort mit etwa 40 Plätzen bei der Brauerei Haab westlich der Schifflände musste bald einmal wegen Anliegen der öffentlichen Schifffahrt, der Fischerei, aber auch wegen Bedenken der Anlieger aufgegeben werden.

Anschliessend konzentrierten sich die planerischen Bemühungen, unterstützt von der Firma W. Staubli AG in Zürich, welche später auch den Hafen als Generalunternehmerin ausführte, auf das Ufergelände bei der Kläranlage. Obwohl hier eine Anlage mit über 150 Liegeplätzen bei den kantonalen und auch kommunalen Instanzen durchzukämpfen war, standen die Erfolgsaussichten bald einmal recht gut. Nach einer für ein solches Werk eher kurzen Planungs- und Bewilligungsphase erteilte der Regierungsrat des Kantons Zürich im November 1980 der Gemeinde die Konzession für die Erstellung der Hafenanlage. Weil von Anfang an klar war, dass der Bau und auch der anschliessende Betrieb durch die (private) Hafengenossenschaft zu erfolgen hatte, leitete der Gemeinderat die kantonale Bewilligung in Form einer Unterkonzession Ende Juni 1981 an die Genossenschaft weiter.
Damit waren die Voraussetzungen für den eigentlichen Start gegeben. Im Sommer 1981 erfolgte die Aufnahme der zahlenmässig auf die Anzahl Liegeplätze limitierten Genossenschafter, wobei gemäss einer Bestimmung in der Konzession ein Drittel für Interessenten mit Wohnsitz ausserhalb Männedorfs reserviert blieben. Damit der Bau des Hafens vollständig mit eigenen Mitteln bewerkstelligt werden konnte, ergaben sich für die zukünftigen Genossenschafter, je nach Grösse des zugeteilten Platzes, Kapitalanteile zwischen Fr. 10‘800 und Fr. 27‘000.
Baubeginn der Anlage war Ende September 1981 und Anfang Mai 1982 konnten die stolzen Bootsbesitzer ihre Liegeplätze beziehen. Die Gesamtkosten für das Werk beliefen sich auf rund Fr. 2‘600‘000.
Die Eckpunkte für die Verwaltung der Genossenschaft sowie für den Betrieb des Hafens sind in den Statuten und in einem separaten Hafen- und Betriebsreglement geregelt. Grosser Wert wurde von Beginn u.a. auf den Unterhalt der Anlage gelegt. So werden jedes Jahr im Rahmen einer Tauchuntersuchung auch die Anlageteile unter Wasser inspiziert. Dass sich das Ganze gelohnt hat, bzw. auch weiterhin lohnen wird, beweist der ausgezeichnete Zustand auch nach über 35 Jahren Betrieb.
Derzeit steht die Erneuerung der Konzession an. Die Hafengenossenschaft, welche zu Recht stolz auf das geschaffene Werk zum Nutzen der Genossenschafter, aber auch zur Freude der vielen Besucher ist, hofft, dass die notwendigen Bewilligungen bald einmal eintreffen, damit der Fortbestand einer in jeder Beziehung attraktiven Anlage am See gesichert bleibt.